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Body Positivity Yoga - Interview mit Sophie

Jeder Körper ist ein Yoga-Body! Leider ist es noch gar nicht lange her, da wurde der Begriff “Yoga-Body” von den Mainstream-Medien nur mit straffen, aber mageren Muskeln, langen Gliedmaßen und einem geringen Körperfettanteil in Verbindung gebracht. Dank Body-Positivity-Aktivisten, die uns via Social Media ein reales Bild vermitteln und einen erfrischend echten Kontrast bieten, bekommt der Begriff “Yoga-Body” eine neue Bedeutung. 

Eine dieser Aktivistinnen, die wir interviewen durften, ist Sophie Schwarz. Sie lebt in Berlin, ist Yoga-Lehrerin und hat es sich zur Aufgabe gemacht, anderen ein positives Selbstbild zu vermitteln. Du findest sie auf Instagram mit ihrem Account: @sophies_safespace

Wie lange machst du schon Yoga und wie bist du dazu gekommen? 

Durch Zufall. Meine Mutter hat mich mal zu einer Stunde mitgenommen. Am Anfang dachte ich mir: ,,Hey super, vielleicht nehme ich dadurch endlich mal ab und werde währenddessen flexibel.” Inzwischen mache ich seit gut 6 Jahren regelmäßig Yoga und habe eine komplett andere Einstellung zu Yoga und zu mir selbst.

Wen genau versuchst du mit deinen Yoga Kursen zu erreichen und warum?

Ich will zeigen, dass Yoga für jeden Körper geeignet und machbar ist. Außerdem bin ich sehr überzeugt von der Heilung, die Yoga auf vielen Ebenen haben kann, wenn man als Yogalehrer/in einen sicheren Raum (=safe space) schaffen kann und die Menschen so annimmt, wie sie sind. 

Der Begriff "Body-Positivity" hat für jeden eine etwas andere Bedeutung, welche hat er für dich?

Interessanterweise ändert sich das bei mir aktuell sehr stark. Ich persönlich kann mich mit dem Begriff “Body-Positivity” gar nicht mehr so sehr identifizieren. Das verleitet mich manchmal dazu zu denken, dass ich meinen Körper jeden Tag feiern müsste. Mir geht es inzwischen besser mit dem Begriff "Body-Neutrality". Der Körper ist valide und macht seinen Job. Ich hasse ihn nicht (mehr) und muss ihn aber auch nicht jeden Tag lieben. Es ist einfach eine ausgeglichene Beziehung zwischen uns beiden. Das nimmt viel Druck aus der ganzen "Körper-Sache".

Wie sieht die Beziehung zu deinem eigenen Körper aus? Hat sie sich über die Jahre verändert?

Auf jeden Fall. Ich habe meinen Körper jahrelang verachtet und gehasst. Ja, wirklich gehasst. Ich habe uns auch nicht als eine Einheit betrachtet. Es war immer ich gegen meinen Körper

Durch Yoga habe ich mit den Jahren Stück für Stück eine Beziehung zu meinem Körper aufbauen können. Ganz langsam habe ich ein Gefühl für ihn bekommen und angefangen auf seine Bedürfnisse zu hören. Irgendwann (auch erst vor Kurzem) habe ich das Gefühl von Einheit gespürt. Das ist ein wunderbares und befreiendes Gefühl. So als ob mein Köper 30 Jahre lang vor meiner Tür geklingelt hätte und ich endlich aufgemacht habe.

Glaubst du, dass Yoga dabei helfen könnte, zu mehr Selbstbewusstsein zu finden?

Ja, und sogar noch zu viel mehr. Ich bin sehr überzeugt von Yoga in seiner ganzheitlichen Praxis, wenn wir nicht nur Haltungen (=Asanas) praktizieren, sondern auch Atemübungen (=Pranayama) machen und uns an grundsätzliche Regeln halten (=Yamas/Niyamas). 

Mit einer guten Yogalehrerin (oder einem Yogalehrer), dann kann dir Yoga alles geben oder zeigen, was du brauchst. Es ist wie eine Reise zu dir selbst, die nie zu Ende geht. Du gehst jeden Tag ein paar Schritte und lernst dabei sehr viel über dich selbst. Im Prinzip gehst du auf die Matte um dich selbst zu treffen. Die Lehrerin/der Lehrer machen dir "nur" Angebote und du entscheidest, was und ob du heute etwas davon nimmst. Quasi wie ein Buffett... 

Welchen Rat würdest du anderen geben, die sich nicht sicher sind, ob Yoga für sie richtig ist?

Jede/r die/der atmet, kann Yoga machen. Yoga ist so viel mehr als die Haltungen, die wir überall sehen. Und: Für jede Asana gibt es Variationen. Ich appelliere an alle Yogalehrer/innen, diese Variationen auch zu unterrichten.

 

Abschließend möchte ich gerne eine meiner wichtigsten Erkenntnisse teilen: egal ob du Anfänger oder bereits Praktizierende/r bist, versuche absichtslos an Yoga heranzugehen und zu praktizieren. Erwarte nichts, mache eine Erfahrung auf deiner Matte und that's it. 🙂

 

Danke fürs Lesen Favie Girl💛 Hoffentlich hat dich das Interview mit Sophie inspiriert! Favie für mehr #CurvyGirls #CurvyFashion #BodyPositivity