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Interview mit Fotograf Bernd Buchkremer

#1 Foto Designer, Content Creator, Plus Size Model sowie eine eigene Foto Kampagne, war es schon immer dein Plan selbstständig zu arbeiten?

Nein, ich habe zu Beginn meines beruflichen Werdegangs eine Ausbildung zum Bürokaufmann absolviert. Nach 15 Jahren Arbeit in der Automobilbranche stand dann aus gesundheitlichen Gründen ein Berufswechsel an. Die Arbeit als selbstständiger Fotograf hat sich aus meiner technischen, sowie künstlerischen Affinität ergeben. In Verbindung mit der Arbeit in sozialen Netzwerken, ergab sich ein abwechslungsreiches Betätigungsfeld und eine ganz neue berufliche Perspektive für mich. Für mich ist die selbstständige Arbeit trotz aller neuen Herausforderungen eine große Chance zur Selbstverwirklichung und um eine Menge über mich selbst zu lernen.


#2 Du fotografierst sowohl Portraits als auch Landschaften. Woher weißt du, wann genau du auf den Auslöser drücken musst?

Jedes Motiv übt seinen eigenen Reiz aus. Landschaftsbilder fange ich meist nur in meiner Freizeit, beim Spaziergang in der Natur oder einfach beim Abschalten an der frischen Luft ein. Hierbei kommt es mir nicht auf die Inszenierung einer Person oder eines Produkts an, sondern ich bin völlig frei und versuche einzufangen, was mich gerade in diesem Moment besonders anspricht. Es gilt dabei schlicht sich vom Gesehenen inspirieren zu lassen. Wenn ich Portraits erstelle, Produkte oder Outfits in Szene setze, kommt es zum Einen auf eine gute Vorbereitung an , eine entspannte Atmosphäre, passende Location und die passende Tageszeit, aber zum Anderen auch auf die Fähigkeit sich auf die Situation einzulassen und spontan zu sein. Gerade wenn man mit Personen arbeitet, ist die entspannte und freundschaftliche Atmosphäre der Schlüssel, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. 

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#3 Zurück zu deiner eigenen Foto Kampagne “Under the Cover”, was war der Antrieb für dieses Projekt und was macht sie aus?

Gerade als Mensch mit Format, findet man sich oft in Situationen wieder, in denen man sich kategorisiert fühlt. Das hat mir nie besonders viel ausgemacht und ich sehe darin auch kein Politikum, ich bin wie ich bin. Ich habe die gleichen Bedürfnisse wie viele andere Menschen und lebe auch gerne danach. Ich achte auf Mode, die mir gefällt und ich benutze kosmetische Pflegeprodukte die mir gut tun. Als jedoch eine Äußerung von Barbara Schöneberger die Runde machte, dass Männer keine kosmetischen Produkte nutzen sollten, war für mich eine Grenze überschritten die vielen Menschen ein falsches Schönheitsideal vorhält. Viele Frauen trauen sich heutzutage aus einem falschen Ideal heraus ungeschminkt nicht mehr auf die Straße zu gehen und Männer die gerne Kosmetikprodukte benutzen, wird gleichzeitig ein falsches Weltbild vermittelt. Und wozu das alles? Hat nicht jeder das Recht seinen eigenen Platz auf der Welt so zu definieren, wie er mag? Ich denke schon. Letztendlich war die Idee hinter der Kampagne “Under the Cover”, Frauen jeglichen Typs in ihrer ungeschminkten Schönheit zu zeigen. 
Männer, die sich trauen ihren Mann zu stehen zeigen wir professionell geschminkt um zu beweisen, dass auch sie ihren Platz auf der Welt einnehmen dürfen.

 

#4 Hast du für das kommende Jahr schon eine weitere Kampagne im Sinn?

Leider hat das Corona-Virus im vergangenen Jahr unseren Alltag sehr beeinflusst und viele Projekte zum pausieren gebracht. Dies betrifft leider auch die aktuelle Kampagne, aber ich hoffe sehr, dass wir sie in 2021 wieder aufgreifen können um hoffentlich viele Frauen und Männer dafür ablichten zu dürfen.

 

#5 Du stehst auch als Plus Size Model im Rampenlicht. Was bedeutet Mode für dich persönlich?

Mode hat für mich einen großen Stellenwert. Sie bedeutet für mich die Möglichkeit meine Kreativität auch in der Kleidung Ausdruck zu verleihen. Ich erlebe bei mir immer wieder den Drang mich modisch anders zu definieren, als es die meisten Menschen tun. Es macht mir Spaß, auch ausgefallene Dinge auszuprobieren und nach stylischer Kleidung und Accessoires zu stöbern.

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#6 Was würdest du dir in der Modewelt für Männer wünschen, was es bis jetzt noch nicht bzw. noch zu selten gibt?

Aus meiner Sicht ist Männermode zu traditionell und festgefahren. Sie kann besonders von der Vielfältigkeit der Damenmode lernen. Auch Männer haben das Bedürfnis sich in der Mode auszudrücken und das sicherlich über klassische Hosen-, Hemden- und Anzugschnitte hinaus. Die typische Mode beschränkt sich meist auf klassische Allround-Teile, die den Mainstream ausmachen. Besondere Kleidungsstücke sucht man, wenn überhaupt bei Designern. Für Plus Size Männer wird die Auswahl da aber schon ausgesprochen knapp. Egal ob Oberbekleidung, Accessoires oder Schuhe spiegelt sich das in allen Bereichen wieder. Mehr Mut in der Modeindustrie, um den Männern die Definition ihres persönlichen Styles zu ermöglichen wäre wünschenswert.

 

#7 Hättest du jemals daran gedacht irgendwann selbst vor der Kamera zu stehen?

Um ehrlich zu sein, war mir diese Vorstellung vor zwei Jahren noch gänzlich fremd und auch heute überraschen mich die Situationen immer wieder, in denen ich Outfits präsentieren darf. Ich hätte es nie als ein persönliches Ziel definiert so etwas zu machen, aber ich freue mich wenn ich dazu beitragen darf, dass sich Menschen mehr mit Mode in großen Größen identifizieren können.

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Danke fürs Lesen Favie Fans💛 Hoffentlich hat dich das Interview mit Bernd inspiriert! Favie für mehr #CurvyFashion #BodyPositivity #PlusSizeFashion